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<title>Jacob Jan</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Jacob Jan</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Jacob Jan</b> (* <a href="8._Januar" title="8. Januar">8. Januar</a> <a href="1604" title="1604">1604</a> bei <a href="L%C3%BCbben_(Spreewald)" title="Lübben (Spreewald)">Lübben</a>; † <a href="2._Juli" title="2. Juli">2. Juli</a> <a href="1671" title="1671">1671</a> in <a href="Torgau" title="Torgau">Torgau</a>) war ein deutscher Mediziner und Leibarzt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_und_Karriere">Leben und Karriere</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frühes_Leben_und_Ausbildung"><span id="Fr.C3.BChes_Leben_und_Ausbildung"></span>Frühes Leben und Ausbildung</h3></div>
<p>Geboren wurde Jacob Jan auf Schloss Neu Zauche in der Markgrafschaft <a href="Niederlausitz" title="Niederlausitz">Niederlausitz</a>, etwa 15 km östlich von <a href="L%C3%BCbben_(Spreewald)" title="Lübben (Spreewald)">Lübben</a>. Sein Vater Andreas Janus, Amtmann der Herrschaften Straubitz und Neu Zauche, starb ebenso wie seine Mutter Martha, eine Tochter des Lübbener Bürgermeisters Samuel Fickelscher, im Jahr 1613. Nach dem Privatunterricht und drei Jahren Schulzeit in <a href="Kamenz" title="Kamenz">Kamenz</a> besuchte Jan das Gymnasium in <a href="G%C3%B6rlitz" title="Görlitz">Görlitz</a>, bevor er sich am 11. Mai 1620 unter dem Namen „Jacob Janus Lubenensis“ in <a href="Leucorea" title="Leucorea">Wittenberg</a> einschrieb. Dort erlangte er am 1. April 1623 den Grad eines Magisters und promovierte am 4. Dezember 1627 zum Doktor der Medizin. Zwischen diesen akademischen Graduierungen verstärkte Jan seine Lehrtätigkeit und führte 40 Disputationen durch.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dienst_bei_Hedwig_von_Dänemark"><span id="Dienst_bei_Hedwig_von_D.C3.A4nemark"></span>Dienst bei Hedwig von Dänemark</h3></div>
<p>Jan wurde am 5. Januar 1627 von der Kurfürstinwitwe <a href="Hedwig_von_D%C3%A4nemark" title="Hedwig von Dänemark">Hedwig von Dänemark</a> als Leib- und Hofarzt nach Lichtenberg bei Torgau berufen. Diese Position übernahm er auf Empfehlung des Leibarztes Daniel Sennert und folgte damit Johann Wanckel und Andreas Lipius nach. Für seine Dienste erhielt Jan eine Vergütung von 150 Florin und übertragene Güter von der Kurfürstinwitwe.
</p><p>Während Hedwigs Reisen nach Dänemark in den Jahren 1629 und 1631, um ihre Mutter, die dänische Königin <a href="Sophie_von_Mecklenburg_(1557%E2%80%931631)" title="Sophie von Mecklenburg (1557–1631)">Sophie</a>, zu besuchen, begleitete Jan sie. Die Reisen dauerten jeweils bis ins folgende Jahr. Im Zuge dieser Dienste lernte Jan die bei ihrem Onkel lebende Dorothea Bussau kennen, die von der Kurfürstinwitwe in ihren Dienst genommen wurde. 1635 heiratete er Dorothea, deren Eltern der Jurist Paul Bussau und Dorothea Hübner waren.
</p><p>Aufgrund der Pest zog der gesamte Hofstaat 1637 nach <a href="Freiberg" title="Freiberg">Freiberg</a> ins Gebirge, wo keine Erkrankungen auftraten, was man der guten Luft zuschrieb. Jan erhielt die Erlaubnis, während dieser Zeit zu verreisen, und seine Reisen führten ihn durch <a href="Prag" title="Prag">Prag</a>, <a href="Linz" title="Linz">Linz</a>, <a href="Wien" title="Wien">Wien</a>, <a href="Bratislava" title="Bratislava">Pressburg</a>, <a href="M%C3%A4hren" title="Mähren">Mähren</a> nach <a href="Breslau" title="Breslau">Breslau</a> und von dort zurück nach Freiberg.
</p><p>1638 unternahm Jan eine weitere ausgedehnte Reise nach <a href="Neapel" title="Neapel">Neapel</a> zusammen mit dem Hofmarschall Seyfried von Lüttichau, von der sie im Frühjahr 1639 zurückkehrten. Während dieser zweiten Reise verstarb seine erste Tochter Dorothea.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dienst_bei_König_Christian_IV._von_Dänemark"><span id="Dienst_bei_K.C3.B6nig_Christian_IV._von_D.C3.A4nemark"></span>Dienst bei König Christian IV. von Dänemark</h3></div>
<p>Nach dem Tod der Kurfürstinwitwe Hedwig von Dänemark am 26. November 1641 wurde Jan in den Dienst ihres Bruders, des dänischen Königs <a href="Christian_IV._(D%C3%A4nemark_und_Norwegen)" title="Christian IV. (Dänemark und Norwegen)">Christian IV.</a>, übernommen. Die Familie zog 1642 nach <a href="Gl%C3%BCcksburg_(Ostsee)" title="Glücksburg (Ostsee)">Glücksburg</a> in Holstein, wo Jan als Leibarzt des Königs tätig war.
</p><p>Während der <a href="Westf%C3%A4lischer_Friede" title="Westfälischer Friede">Friedensverhandlungen in Osnabrück</a> wurde Jan vom König dorthin entsandt. Später musste er zur Behandlung des todkranken Kronprinzen <a href="Christian_von_D%C3%A4nemark" title="Christian von Dänemark">Christian</a> in das schwedische <a href="Nyk%C3%B6ping" title="Nyköping">Nyköping</a> reisen. Trotz Jans Bemühungen verschlechterte sich der Zustand des Kronprinzen, und auf Empfehlung der Mehrheit der Leibärzte – gegen Jans Rat – wurde der Kronprinz zur Kur nach <a href="Karlsbad" title="Karlsbad">Karlsbad</a> und <a href="Eger_(Ungarn)" title="Eger (Ungarn)">Eger</a> geschickt. Auf dieser Reise verstarb der Kronprinz am 2. Juni 1647 in <a href="Gorbitz" title="Gorbitz">Gorbitz</a>, einem heutigen Stadtteil von Dresden. Jan begleitete den Trauerzug zurück nach Dänemark zur Beisetzung des Kronprinzen.
</p><p>Nach dem Tod König Christians IV. am 28. Februar 1648 diente Jan weiterhin unter dessen Nachfolger König <a href="Friedrich_III._(D%C3%A4nemark_und_Norwegen)" title="Friedrich III. (Dänemark und Norwegen)">Friedrich III.</a> von Dänemark. 1650 erhielt er durch die Unterstützung der <a href="Magdalena_Sibylla_von_Sachsen" title="Magdalena Sibylla von Sachsen">Witwe</a> des verstorbenen Kronprinzen ein Kanonikat in Wieburg in <a href="J%C3%BCtland" title="Jütland">Jütland</a>. Während seine Frau und die jüngeren Kinder nach drei Jahren nach Sachsen zurückkehrten, reiste Jan jährlich nach Kopenhagen, um seine Dienste dem König anzubieten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Letzte_Jahre">Letzte Jahre</h3></div>
<p>Im Jahr 1656 wurde Jacob Jan zusammen mit anderen Bediensteten auf <a href="F%C3%BCnen" title="Fünen">Fünen</a> von Schweden gefangen genommen. Nach seiner Freilassung kehrte er 1665 halbseitig gelähmt nach Torgau zurück, wo er die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte. Er verstarb dort und wurde auch in Torgau begraben.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Familie">Familie</h2></div>
<p>Seine Ehefrau Dorothea Boussin überlebte ihn. Ihre Tochter, Hedwig Sophie, heiratete zunächst den Stadtrichter Mag. Donat Rollen und später den Arzt Dr. med. Tobias Altermann in <a href="Gera" title="Gera">Gera</a>. Die Söhne von Jan wurden ins Ausland geschickt, um zu studieren oder um andere Lebensverhältnisse kennenzulernen. Sein Sohn Jacob Eugenio wurde Apotheker in Freiberg und diente von 1660 bis zum Tod seines Vaters in der kurfürstlichen Hofapotheke in Dresden. Ein weiterer Sohn, Christian Friedrich Jan, wurde zum Bürgermeister von Torgau gewählt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Andreas_Lesser" title="Andreas Lesser">Andreas Lesser</a>: <cite style="font-style:italic">Die albertinischen Leibärzte vor 1700 und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu Ärzten und Apothekern</cite> (=&nbsp;<cite style="font-style:italic">Schriftenreihe der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>34</span>). Imhof-Verlag, Petersberg 2015, ISBN 978-3-7319-0285-0.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Jacob+Jan&amp;rft.au=Andreas+Lesser&amp;rft.btitle=Die+albertinischen+Leib%C3%A4rzte+vor+1700+und+ihre+verwandtschaftlichen+Beziehungen+zu+%C3%84rzten+und+Apothekern&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783731902850&amp;rft.place=Petersberg&amp;rft.pub=Imhof-Verlag&amp;rft.series=Schriftenreihe+der+Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Lesser: <cite style="font-style:italic">Die albertinischen Leibärzte</cite>. 2015, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>157</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Jacob+Jan&amp;rft.au=Lesser&amp;rft.btitle=Die+albertinischen+Leib%C3%A4rzte&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=157" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Lesser: <cite style="font-style:italic">Die albertinischen Leibärzte</cite>. 2015, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>158</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Jacob+Jan&amp;rft.au=Lesser&amp;rft.btitle=Die+albertinischen+Leib%C3%A4rzte&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=158" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Lesser: <cite style="font-style:italic">Die albertinischen Leibärzte</cite>. 2015, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>159</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Jacob+Jan&amp;rft.au=Lesser&amp;rft.btitle=Die+albertinischen+Leib%C3%A4rzte&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=159" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Lesser: <cite style="font-style:italic">Die albertinischen Leibärzte</cite>. 2015, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>160</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Jacob+Jan&amp;rft.au=Lesser&amp;rft.btitle=Die+albertinischen+Leib%C3%A4rzte&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=160" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
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